Kornhaus 1868, Tonhalle 1895 und Landi 1939

2018 ist es 150 Jahre her, seit die Tonhalle-Gesellschaft 1868 mit ihrem ersten professionellen Orchester in Zürich in das umgebaute Kornhaus auf dem Zürcher Sechseläutenplatz zog.

Das Gebäude wurde innert einem Jahr vom Kornspeicher zum Konzertsaal umgebaut, ganz ähnlich wie 2017 die Maag-Zahnradfabrik zur Tonhalle Maag.

Das Gebäude lag damals noch direkt am See, was wichtig war, da das Korn mit Schiffen transportiert wurde. Als Tonhalle war die Lage am Stadtrand ebenso ideal, da man zum See hin einen Garten mit Pavillon und Restaurant erbauen konnte.

Und schon sind wir mitten im Thema Tonhalle und Unterhaltungsmusik. Denn in diesem Palmengarten und im Gartenrestaurant wurde vor und nach den Konzerten Unterhaltungsmusik geboten. Auch ab 1895, als die neue Tonhalle auf der andern Limmatseite erbaut wurde, war der Pavillon vor dem Konzertsaal und der Musikpavillon im dortigen Garten zum See hin Ort der Unterhaltungskonzerte. Das Programm der Eröffnung der Tonhalle 1895 zeigt das.

Sowohl Konzert- wie Seepromenadenbesucher genossen Restaurant und Unterhaltungsmusik der Tonhalle-Gesellschaft. Musik war damals nur live erlebbar. Hier ist die Tonhalle zu sehen, wie sie sich 1895 bis 1939 präsentierte. Leider musste der ganze Teil des Grundstücks, der der Unterhaltungsmusik diente 1939 dem Kongresshaus weichen.

Wussten Sie, dass Teile der Tonhalle von der Sechseläutenwiese von der Kibag auf ihre Insel Bächau zwischen Richterswil und Pfäffikon SZ transportiert und als Werft wieder aufgebaut wurden? Hier sehen Sie die alte Tonhalle in der heutigen Zeit:

Kleines Detail dazu: Hier sehen Sie die Säulen in der Halle der Kibag heute:

Und hier, wie die Säule 1868 beim Eröffnungskonzert aussah: